Navigation überspringen

Mammographie

 

Die Mammographie ist eine Untersuchung der Brust. Nachfolgend finden Sie einige wichtige Informationen zu Ihrer Untersuchung. Der Brustkrebs ist der häufigste Tumor der Frau und zeigt leider immer noch eine steigende Tendenz. Mit modernsten bildgebenden Methoden (insbesondere Mammographie, Ultraschall und MR-Mammographie) ist es heute zum Glück möglich, Tumore bereits in einem Stadium von unter 10 mm zu erkennen. Dies kommt einer hohen Heilungschance gleich. 

Da jede Brust verschieden ist und sich auch die Zusammensetzung aus Drüsen- und Fettgewebe im Laufe des Alters meistens ändert, wird bei uns ein individuell auf jede Patientin abgestimmtes Untersuchungsprogramm durchgeführt. Auch das Kontrollintervall wird neben den Untersuchungsergebnissen speziell auf z.B. die familiäre Belastung abgestimmt. So ist z.B. bei dichtem Drüsengewebe eine ergänzende Ultraschall-Untersuchung zwingend erforderlich, da hier kleine Herdbefunde in der Mammographie überlagert sein können. 
Häufige Fragen, die im Zusammenhang mit dem staatlichen Mammographie-Screening (Röntgen-Reihenuntersuchung) auftauchen, beantworten wir Ihnen gesondert (siehe Sreening).

Mammografie 
  
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frauen in Deutschland. Brustkrebs ist sehr gut zu behandeln und zu heilen, wenn er früh erkannt wird. Bei Früherkennung ist meist eine brusterhaltende Therapie möglich.
  
Die Mammografie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust, mit der ein in dieser Methode erfahrener Arzt sehr kleine krankhafte Veränderungen in der Brust erkennen und zwischen gutartigen und bösartigen Prozessen unterscheiden kann.
Sie dient sowohl zur Klärung sichtbarer und tastbarer Befunde als auch zur Entdeckung von Veränderungen in der Brust, die von außen noch nicht wahrnehmbar sind.
Die Mammografie muss ergänzt werden mit der Abtastung durch den untersuchenden Arzt. Häufig wird zur weiteren Klärung eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung (Sonografie) erforderlich. Bei verdächtigen Befunden erfolgt die weitere Klärung durch eine sogenannte Stanz-Biopsie.
  
Wann soll mammografiert werden?  
Bei jeder auffälligen Veränderung an der Brust, vor allem bei 
neu aufgetretenen Knoten oder Verhärtungen 
neu aufgetretener Größendifferenz der Brüste 
unterschiedlichem Verhalten der Brüste beim Heben der Arme 
Einziehung der Haut an einer Stelle oder der Brustwarze, Hautveränderungen an dieser 
einseitige wasserklare oder blutige Absonderung aus einer Brustwarze 
plötzlich auftretende, nicht mehr abklingende Rötung einer Brust 
Knoten in der Achselhöhle 
bei erhöhtem Risiko für Brustkrebs: eigene Krebserkrankung, Brustkrebs in der Familie. 
 
Wird die Mammografie von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt? 
In allen obengenannten Fällen ist die Mammografie eine Kassenleistung.
 
Stellt die Strahlenbelastung ein Risiko dar? 
Die Strahlenbelastung ist durch Verwendung zertifizierter Geräte und regelmäßiger Qualitätskontrolle der Geräte erheblich gesunken. Ein gesicherter Zusammenhang zwischen Entstehung von Brustkrebs und Mammografie ist nicht nachgewiesen.
Die Strahlenbelastung beträgt als mittlere Dosis ca. 0,5 mSv.
Die natürliche Strahlenbelastung liegt im Durchschnitt bei 2-4 mSV pro Jahr, in bestimmten Regionen abhängig von der Bodenstruktur auch erheblich höher. 
 
Wie läuft die Untersuchung ab?
Die Röntgenassistentin legt die Brust auf den Röntgenfilmtisch und drückt sie mit einer Kompressionsplatte vorsichtig zusammen. Hier ist die Zusammenarbeit von Patientin und Assistentin sehr wichtig, da eine gute Kompression die Qualität und Aussagekraft des Röntgenbildes erheblich verbessert, gleichzeitig die Strahlendosis vermindert.
Von jeder Brust werden 2 Aufnahmen angefertigt. Zusätzliche Ziel- oder Vergrößerungsaufnahmen können erforderlich werden.
 
Hat der Röntgenarzt ausreichende Erfahrung und Kenntnisse in der Beurteilung?
Durch die kassenärztliche Vereinigung werden die mammografierenden Ärzte regelmäßig geprüft.
In dieser Praxis sind 5 in Mammografie zertifizierte Ärzte, die sich in schwierigen Fällen gegenseitig beraten.
Ultraschall der Brust (Mamma-Sonographie)
Was:
Ergänzend zur Mammographie eignet sich die Sonographie zur Darstellung von kleinen Herden (Zysten, Fibroadenomen, aber auch Tumoren) im dichten Drüsengewebe, da in diesem Fall die Mammographie eine schlechtere Erkennungsrate aufweist. 
Die Vorteile des Ultraschalls liegen des weiteren in der kurzfristigen Kontrollmöglichkeit, da hierbei keine Strahlung angewendet wird, sowie in einer exakten Erfassung von Tastbefunden der Brust. 
Vorbereitung: 
Eine spezielle Vorbereitung ist nicht notwendig, am besten ist jedoch eine Untersuchung in der zweiten Zykluswoche.
Galaktografie (Milchgangsdarstellung)
MR-/ Kernspin-Mammographie
Was:
Diese Methode ist den übrigen Untersuchungen der Brust in den meisten Fällen überlegen, da auch kleinste Herde überlagerungsfrei dargestellt werden können und durch die Kontrastmittelaufnahme meist sehr gut zwischen gut- und bösartigen Herden differenziert werden kann. Ausnahme ist der Nachweis von Mikrokalk (Vorstufe eines invasiven Tumors), der nur in der Mammographie erkannt werden kann. Außerdem kann bei bereits gesichertem Brustkrebs das genaue Ausmaß bestimmt werden. Zusätzlich lassen sich, nicht selten vorkommende, Zweitherde in den übrigen Regionen der Brust gut erkennen. 
Die Kernspin-Mammographie ist derzeit nur eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen: 
- bei Zustand nach brusterhaltender Krebstherapie oder Aufbauplastik
- bei Lymphknotenmetastasen eines mutmaßlichen Mammacarcinoms und unverdächtiger Röntgenmammographie und Sonographie
Eine Terminvereinbarung für MR-Untersuchungen ist erforderlich.
Erforderlich ist eine Kostenübernahmeerklärung der GKV..
Vorbereitung:
Eine spezielle Vorbereitung ist nicht notwendig. Wichtig ist jedoch, dass bei post-menopausalen Frauen 6–8 Wochen vor der Untersuchung keine Hormone eingenommen werden sollten (Hormontherapie). Im Rahmen der Nachsorge nach Brustkrebs sollten nach der Operation mindestens 6 Monate und nach dem Bestrahlungsende mindestens 12 Monate vergangen sein. Bei Frauen im reproduktionsfähigen Alter sollte die Untersuchung – wenn möglich – zwischen dem 8. und 15. Zyklustag terminiert werden.